"Der Trommler" begeistert Fuchstaler Kinder
Frieder Kahlert vom "Theater Maskara" in der Fuchstalhalle

Großen Wert legt man in Fuchstal auf die Zusammenarbeit der Grundschule mit dem Kindergarten. Ein besonderer Höhepunkt dieses Projektes bildete wie schon vor zwei Jahren eine Aufführung des Theaters "Maskara" in der Fuchstalhalle vor etwa 300 Vor- und Grundschülern.
"Der Trommler" nach dem Märchen der Brüder Grimm zog die Kinder von Anfang an in seinen Bann. Der Inhalt des Stückes ist rasch erzählt: Ein junger Trommler findet am Seeufer drei Stück feines Leinen, ohne zu ahnen, dass es sich um das Flughemd einer verwunschenen Königstochter handelt. Diese fordert in der Nacht ihr Hemdchen zurück. Als der Trommler erfährt, dass die Prinzessin sich in der Gewalt einer Hexe befindet, verspricht er ihr zu helfen. Dazu muss er allerdings drei nahezu unlösbare Aufgaben bewältigen. Am Ende erlöst er nicht nur die Königstochter von ihrem Zauber sondern gewinnt auch noch ihr Herz.
Das Besondere an dieser Aufführung des "Theater Maskara" aus Ortenburg ist, dass Frieder Kahlert unter Verwendung ausdrucksstarker Gesichtsmasken alle Rollen in dieser Inszenierung selbst spielt. So ist er einmal der Trommler selbst, dann wiederum die Königstochter oder die Hexe. Er verstand es dabei, blitzschnell nicht nur die Maske sondern auch seine Stimme und Körperhaltung zu ändern. So verlieh er jeder Figur ihren eigenen Charakter. Und nebenbei begleitete er vor einer ansprechenden Kulisse die Handlung musikalisch auf den unterschiedlichsten Instrumenten. Die kunstvollen Ledermasken sind nach dem Vorbild der "Commedia dell'arte", der italienischen Stegreifkomödie aus dem 16. Jahrhundert, geschaffen.
Das gemeinsame Theatererlebnis soll das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den beiden Bildungseinrichtungen stärken und ist für die Kleinen, die gerade erst aus dem Kindergarten kommen und für die, deren Schuleintritt im kommenden September bevorsteht, ein gleichermaßen bedeutsames Erlebnis. Weitere Elemente dieses Projektes bilden zum Beispiel die Besuche, bei denen die Vorschulkinder in kleinen Gruppen einen Vormittag lang den Schulablauf miterleben. Großen Wert legt Konrektorin Eva-Maria Klein zudem auf die ständige Zusammenarbeit der Fachkräfte. Dies betrifft zum einen eine gemeinsame Fort- und Weiterbildung, zum anderen aber auch einen intensiven Erfahrungsaustausch.